Warum gibt es einen Zimmermangel für Studierende?

Von Puck van Dalen · ChefredakteurinAktualisiert 10. Juli 20267 Min. Lesezeit
Auf einen Blick
Kern
Mehr Studierende als Zimmer, vor allem in Studentenstädten
Treiber
Internationalisierung, später Neubau, Wartelisten
Offizielle Quelle
Landesweiter Monitor Studentenwohnen (Kences)
Was hilft
Früh einschreiben + privater Markt + Alerts

Wie groß ist der Zimmermangel?

Der Mangel an Studentenzimmern ist strukturell und konzentriert sich auf die großen Studentenstädte. Sein Umfang wird jährlich im Landesweiten Monitor Studentenwohnen (Landelijke Monitor Studentenhuisvesting) von Kences erfasst, dem Dachverband der sozialen Studentenwohnungsanbieter.

Genaue Zahlen ändern sich jedes Jahr, deshalb nennen wir hier keine feste Zahl, die schnell veraltet. Für die aktuellen Zahlen pro Stadt und das landesweite Bild verweisen wir auf diesen Monitor; der rote Faden ist seit Jahren derselbe: Es gibt mehr wohnungssuchende Studierende als frei werdende Zimmer.

Warum gibt es einen Mangel an Studentenzimmern?

Der Mangel entsteht durch eine Häufung von Ursachen. Die Zahl der Studierenden ist gewachsen, darunter viele internationale Studierende, die oft ohne aufgebaute Einschreibedauer in die Niederlande kommen. Zugleich wurde jahrelang zu wenig Studentenwohnraum gebaut, um mit diesem Wachstum Schritt zu halten.

Hinzu kommt, dass das Angebot an Zimmern in gewöhnlichen Häusern unter Druck steht, unter anderem durch lokale Regeln zur Zimmervermietung (verkamering). Das Ergebnis ist, dass viele Studierende gleichzeitig auf wenige Zimmer reagieren, vor allem rund um den Start des Studienjahres.

  • Mehr Studierende, darunter viele internationale Studierende ohne Einschreibedauer.
  • Zurückbleibender Neubau von Studentenwohnungen.
  • Druck auf die Zimmervermietung in gewöhnlichen Wohnungen durch lokale Regeln.
  • Nachfragespitze rund um den Start des Studienjahres (Sommer/Herbst).

Was merkst du als Studierender davon?

In der Praxis bedeutet der Mangel viel Konkurrenz: Auf ein neues Angebot reagieren innerhalb einer Stunde Dutzende Studierende. Zimmer mit Gemeinschaftsräumen werden oft über das Hospiteren (einen Kennenlernabend) vermietet, bei dem die Bewohner wählen. Und die Knappheit zieht leider auch Betrüger an, die die Eile der Wohnungssuchenden ausnutzen.

Das macht es besonders wichtig, vorbereitet und aufmerksam zu sein, aber auch kritisch zu bleiben: Zahle nie im Voraus ohne Besichtigung und Vertrag, wie groß der Druck auch ist.

Was kannst du gegen den Zimmermangel tun?

Du löst den Mangel nicht allein, aber du kannst deine Chancen deutlich verbessern, indem du mehrere Kanäle klug kombinierst und rechtzeitig beginnst.

  • Schreibe dich so früh wie möglich beim Studentenwohnungsanbieter deiner Stadt ein, um Einschreibedauer aufzubauen.
  • Verfolge daneben den privaten Markt und schalte Alerts ein, um als Erster zu reagieren.
  • Erweitere dein Suchgebiet auf nahe Viertel oder Nachbarstädte mit guter Zugverbindung.
  • Halte deine Unterlagen und eine kurze Vorstellung bereit, damit du sofort reagieren kannst.
  • Bleibe wachsam gegenüber Betrug: nie im Voraus zahlen ohne Besichtigung und Vertrag.

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Häufige Fragen

Warum gibt es einen Zimmermangel für Studierende?

Weil die Zahl der (internationalen) Studierenden schneller gewachsen ist als die Zahl der Studentenzimmer. Zurückbleibender Neubau und lange Wartelisten verstärken den Mangel, vor allem in den großen Studentenstädten.

In welchen Städten ist der Zimmermangel am größten?

Der Mangel ist in den großen Studentenstädten mit hohem Zustrom am größten, etwa in Amsterdam, Utrecht und Groningen. Der Landesweite Monitor Studentenwohnen gibt das aktuelle Bild pro Stadt.

Wann suche ich am besten ein Zimmer?

Beginne weit vor dem Start des Studienjahres, denn die Nachfrage erreicht im Sommer und Herbst ihren Höhepunkt. Schreibe dich bei einer Gesellschaft am besten Jahre im Voraus ein, um Einschreibedauer aufzubauen.

Hilft die Einschreibung bei einem Studentenwohnungsanbieter wirklich?

Ja, denn bei vielen Anbietern zählt die Einschreibedauer. Verlasse dich nur nicht ganz darauf: Kombiniere sie mit dem privaten Markt und Alerts, weil Wartezeiten lang sein können.

Ist der Zimmermangel vorübergehend?

Es ist ein strukturelles Problem, das von Neubau, Studierendenzahlen und Politik abhängt. Es wird daran gearbeitet, aber Bauen dauert Jahre, also erwarte kurzfristig keine große Entlastung.

Offizielle Quellen

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PvD
Puck van Dalen · Chefredakteurin

Puck van Dalen ist Chefredakteurin bei KamerSnipe und schreibt über den niederländischen Mietmarkt, Mieterrechte und die kluge Suche nach einem Zimmer oder Apartment.

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